Know-How

Falls jede Minute zählt: Kaffeemaschinen mit Timer

Kaffee ist das beliebteste koffeinhaltige Heißgetränk der Deutschen. Ob zu Hause vor der Arbeit, unterwegs im Coffee Shop oder in der Betriebsküche in der Firma: Überall trinken wir die schwarze Flüssigkeit. Dabei spielt es keine Rolle, ob schwarz, mit Milch oder Zucker. Gerade wegen der belebenden Wirkung des Koffeins ist eine Tasse Kaffee am Morgen das Richtige.

[easyazon-image align=”left” asin=”B005ZMO4LY” locale=”de” height=”160″ src=”http://ecx.images-amazon.com/images/I/41jTDuZ3evL._SL160_.jpg” width=”152″]Doch während Besitzer von Kaffeevollautomaten oder einem Pad- oder Kapselsystem auf Knopfdruck ihren heißen Kaffee genießen können, schauen Besitzer von klassischen Filtergeräten oft in die Röhre. Umsteigen? Oft undenkbar. Vollautomaten sind oftmals zu kostspielig, und Pad- und Kapselmaschinen produzieren viel Müll.

[easyazon-image align=”right” asin=”B003Y3M65W” locale=”de” height=”160″ src=”http://ecx.images-amazon.com/images/I/41OggyUby8L._SL160_.jpg” width=”127″]Nach wie vor zählt die klassische Filtermaschine zu den liebsten Kaffeeautomaten des Landes. Der preiswerte Oldie bietet immerhin viele Vorteile: kostengünstig in der Anschaffung, kompakt und leicht zu bedienen. Ein großer Nachteil ist jedoch der Zeitfaktor, und das gerade morgens: Bis das Wasser durch den Filter gelaufen ist, dauert es eine Weile. Dieser Problematik kann mit einer Kaffeemaschine mit Timer Abhilfe geschaffen werden.

[easyazon-image align=”left” asin=”B005FQJUPU” locale=”de” height=”160″ src=”http://ecx.images-amazon.com/images/I/41Lx-4klCdL._SL160_.jpg” width=”160″]Eine Kaffeemaschine mit Timer unterscheidet sich von einer gewöhnlichen Filtermaschine durch ein integriertes Display. Dieses ist meist benutzerfreundlich am oberen Ende der Maschine angebracht. Je nach Preiskategorie kann das LED-Display beleuchtet sein, was das Einstellen auch bei schlechten Lichtverhältnissen ermöglicht.

Die eingebaute Digitaluhr ersetzt zudem die klassische Küchenuhr und kann oftmals auch als Stoppuhr, beispielsweise für das zeitgenaue Kochen eines Frühstücks-Eis, genutzt werden.

 

Eine klassische Kaffemaschine mit Timer – Das weckt sogar Morgenmuffel

Morgens vom Kaffeeduft, der aus der Küche strömt, geweckt werden. Wer will das nicht? Eine Kaffeemaschine mit Timer ermöglicht Ihnen genau dies. Am Vorabend programmieren Sie den Timer auf die gewünschte Uhrzeit, beispielsweise, wenn Sie morgens vor der Arbeit aufstehen.

Achten Sie vor dem zu Bett gehen darauf, dass der Netzstecker angeschlossen ist und der Wasserbehälter der Maschine mit der gewünschten Menge Wasser gefüllt ist. Nun müssen Sie noch einen Filter mit dem entsprechenden Kaffeepulver zubereiten, so, wie Sie es von einer normalen Filtermaschine gewohnt sind.

Vollautomatisch schaltet sich die Maschine zu der von Ihnen gewählten Zeit an, und beginnt mit dem Brühvorgang. Das Ergebnis: wenn Sie aufstehen und die Küche betreten wartet der frisch gekochte Kaffee bereits auf Sie. Sie müssen nur noch danach greifen.,

Der Vorteil gegenüber Vollautomaten und Kapselmaschinen liegt auf der Hand: diese produzieren zwar Kaffee in sekundenschnelle auf Knopfdruck. Jedoch immer nur eine Tasse. Wenn Sie zu zweit leben oder gerne eine Thermoskanne für den Arbeitsweg füllen möchten, stoßen die beiden genannten Automaten an ihre Grenzen. Eine Kaffeemaschine mit Timer kocht für Sie so viel Kaffee, wie sie möchten. Für besonders Müde sogar eine ganze Kanne.

Natürlich bietet eine Kaffeemaschine mit Timer auch Lösungen für andere Situationen des Alltags. So können Sie im kalten Winter auch bei der Heimkehr in die eigenen vier Wände von einer frischen Kanne heißem Kaffee begrüßt werden. Wenn Sie von der Arbeit oder einem Spaziergang wieder kommen erwartet Sie – dank der Kaffeemaschine mit Timer – bereits der fertig gebrühte Kaffee. Ein echter Stimmungsaufheller für kalte, dunkle Wintertage.

Und dabei sind Geräte mit Timerfunktion gar nicht teuer. Günstige Geräte mit Basis-Timer-Funktion gibt es im Elektrofachhandel bereits um die 40 Euro. Somit sind die praktischen Geräte kaum teurer, als Filtermaschinen ohne die zusätzliche Funktion.

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Für den schaumigen Genuss: Kaffeemaschine mit Milchaufschäumer

Kaffeemaschine mit MilchaufschäumerSeit einigen Jahren erobern Kaffeemaschinen mit Zusatzfunktionen die deutschen Haushalte. Beliebt sind Kaffeemaschinen mit Mahlwerk, mit Milchaufschäumer und One-Touch-Bedienung.

Fand sich auf den Getränkekarten zunächst noch der aus Österreich importierte Cappuccino, mit einem Häubchen frisch aufgeschäumter Milch, so folgten bald Latte macchiato und Chocino. Cremiger Löffelschaum gehört seither unbedingt dazu.

Die Milch macht den Schaum

Zahlreiche Tests wurden unternommen, um herauszufinden, welche Milch den besten Milchschaum ergibt. Wer hier auf die Light-Variante zurückgreifen möchte, muss leider einige Abstriche machen. Milch mit einem reduzierten Fettgehalt bildet im Gegensatz zu Vollmilch keinen sehr stabilen Schaum aus.

H-Milch eignet sich etwas besser zum Aufschäumen als Frischmilch und erwärmte Milch (jedoch nicht über 70° Celsius) bietet grundsätzlich die besten Ergebnisse.

Hat man nun also die Qual der Wahl überstanden und das geeignete Milchprodukt gefunden, steht der gewünschten Kaffeespezialität kaum noch etwas entgegen.

Die Maschine macht den Kaffee

Wer nicht traditionell nach Großmutters Art den Kaffee von Hand mit dem Filter aufbrüht oder ihn mittels einer in Frankreich sehr verbreiteten Press-Stempelkanne zubereitet, wird hierzulande gerne auf Kaffeemaschinen zurückgreifen.

Dabei gibt es auch hier unterschiedliche Varianten mit und ohne Zusatzfunktionen:

  • Als Kaffeeautomat wird eine Maschine bezeichnet, die für Filterkaffee verwendet wird. Ein Kaffeehalbautomat ist eine solche Maschine, die heißes Wasser mit einem hohen Druck durch den gemahlenen Kaffee presst. Durch dieses Verfahren entsteht die bekannte Crema (Schaumkrone). Bei Kaffeehalbautomaten handelt es sich hauptsächlich um Espressomaschinen.
  • Kaffeevollautomaten mahlen wiederum die ganzen Bohnen zunächst frisch auf und pressen dann das Wasser mit hohem Druck durch das Kaffeemehl. Viele Kaffeevollautomaten erlauben die Zubereitung weiterer Kaffeespezialitäten, wie Espresso oder Caffe Lungo.

Zwei in einer Maschine

Für die Zubereitung von Spezialkaffees mit Milchschaum gibt es Kombinationsgeräte, die sowohl den Kaffee brühen, als auch zur Milchschaumbereitung geeignet sind.

Dabei können grundsätzlich zwei Varianten der Schaumbereitung unterschieden werden:

  • Dies sind zum einen die Dampfschäumer – auch Pannarello genannt. Hier wird die Milch mittels heißen Wasserdampfs in einem gesonderten Gefäß aufgeschäumt und dann entsprechend der Kaffeespezialität mit hinzugefügt.
  • Die zweite Variante verfügt über einen sogenannten Cappuccinatore. Dies ist ein Aufsatz, der mit einem Schlauch verbunden wird. Die Milch wird hier aus einem separaten Gefäß angesaugt und durch die Dampfdüse des Cappuccinatore aufgeschäumt in die Kaffeetasse oder das Glas gefüllt.

Vorteile und Nachteile

Maschinen mit eingebautem oder aufsetzbarem Cappucinatore sind meist teurer als die Geräte mit Pannarello.

Wer weniger Spezialkaffes mit Milchschaum trinkt, sondern nur ab und zu einmal, ist dann aus Kostengründen mit einer Kaffeemaschine mit Pannarello gut bedient.

Komfortabler ist die Zubereitung mittels des Cappucinatore. Verfügt die Maschine daneben über eine One-Touch-Funktion, so läuft die Zubereitung von Kaffeespezialitäten quasi von selbst.

Zu bedenken ist, dass der Reinigungsaufwand bei den Vollautomaten mit Cappucinatore etwas höher ist als bei den Halbautomaten bzw. den Geräten mit Pannarello.

Ein weiterer Nachteil bei den Maschinen mit Pannarello ist häufig, dass Milchschaumbereitung und Kaffeeausgabe nicht unmittelbar nacheinander erfolgen können. Für Einzeltassen ist dies noch praktikabel. Unproblematisch ist hingegen bei den Maschinen mit Cappucinatore auch die Ausgabe von mehreren Kaffeespezialitäten unmittelbar hintereinander.

Fazit

Eine Kaffeemaschine mit Milchaufschäumer ist alleine aus Genussgründen eine lohnenswerte Anschaffung, wenn gerne Kaffeespezialitäten oder Chocinos getrunken werden, bei denen der Löffelschaum ein unbedingtes Muss ist.

Ob nun häufig oder eher selten Spezialkaffees mit Milchschaum getrunken werden, sollte bei der Kaufentscheidung mit berücksichtigt werden. Der Reinigungsaufwand ist bei den Maschinen unterschiedlich, jedoch meist nicht gravierend.

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Damit es schön warm bleibt: Kaffeemaschine mit Mahlwerk und Thermoskanne

Kaffeemaschine mit Mahlwerk und ThermoskanneKaffeemaschinen mit Mahlwerk mahlen Kaffeebohnen frisch und pressen das Wasser mit Druck durch das entstandene Kaffeemehl – Kaffeemaschinen ohne Mahlwerk brühen das gemahlene Kaffeemehl in einem Filter auf.

Soweit die Theorie! Interessanterweise gibt es hybride Kaffeeautomaten, auf die sowohl das eine als auch das andere zutrifft. Aber dazu weiter unten mehr.

Die Besonderheit einer Kaffeemaschine mit Mahlwerk und Thermoskanne ist, dass der in eine Kanne gebrühte Kaffee lange warm bleibt. Kanne?

Einzeltasse oder Kanne?

Kaffeevollautomaten sind bekanntlich die Eier legenden Wollmilchsäue der Branche. So sind die Spezialisten für verschiedene Kaffeezubereitungen wie Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato, etc.

Während sie bei den Kosten pro Tasse bis zu vier Mal billiger sind als beispielsweise Kapselsysteme, stossen sie bei der gleichzeitigen Bereitstellung großer Kaffeemengen rasch an ihre Grenzen – sofern es sich um Geräte mit “Tassenfunktion” handelt.

Bei Kaffeemaschinen mit integriertem Mahlwerk werden die Bohnen – im Gegensatz zu Filterkaffee oder Kapselsystemen – direkt vor dem Brühvorgang frisch gemahlen. Sicherlich hat jetzt jeder das typische Mahlgeräusch in den Ohren, falls nicht – hier:

 

 

Tassenfunktion

So ist es zwar mit einer Kaffeemaschine mit unterstellbaren Tassen möglich, für mehrere Personen in relativ kurzer Zeit unterschiedliche Kaffeegetränke bereitzustellen. Kommt jedoch eine grosse Anzahl Menschen gleichzeitig zusammen – dann bildet sich vor der Kaffeemaschine unweigerlich eine Schlange.

Kanne

Anders der Kaffee aus der Maschine mit integriertem Mahlwerk und “Kannenfunktion”: Bereits (auch in der Maschine) gemahlenes Kaffeemehl wir wohl portioniert und abgewogen und danach durch einen Filter in die Kanne gebrüht – Stichwort hybride Kaffeeautomaten. Sie erinnern sich an den Anfang dieses Artikels?

Am Frühstückstisch oder in grösserer Runde können sich dann alle bedienen, ohne dass ein ständiges Gerenne zur Maschine stattfinden muss.

Übrigens auch sehr praktisch für Kaffeejunkies und Riesentassen-Fans.

Bietet der Kaffeevollautomat mit Tassenfunktion für den individuellen Genuss verschiedener Kaffeearten optimale Möglichkeiten, so ist die Maschine mit Kannenfunktion andererseits für die Bereitstellung größerer Mengen bei Tisch sehr vorteilhaft.

Vorprogrammiert auf den gewünschten Bedarf

Wer morgens gerne durch Kaffeeduft geweckt werden möchte und zudem nicht viel Zeit hat, muss die Kaffeemaschine meist schon am Abend zuvor entsprechend vorbereiten. Das Kaffeemehl steht dann über Nacht offen im Filter.

Das Kaffeemehl trocknet aus und verliert in diesen Stunden einen großen Teil seiner flüchtigen Aromastoffe. Ganz anders schmeckt der Kaffee hingegen, wenn die Bohnen zur gewünschten Uhrzeit frisch in den Filter hinein gemahlen und anschließend mit heißem Wasser überbrüht werden.

Einige Hersteller haben die Kundenwünsche erkannt und sich darauf spezialisiert entsprechende Maschinen zu entwickeln. Mit einem Timer versehen, lässt sich die gewünschte Uhrzeit einstellen, wann der Kaffee fertig sein soll.

Bei einer Kaffeemaschine mit Mahlwerk und Thermoskanne bleibt der Kaffee dann auch garantiert lange warm. So kann man morgens problemlos noch ein paar Minuten länger im Bett verweilen, bis der Kaffeeduft lockt.

Wenn der Kaffee länger heiß bleiben soll

Oft ist es praktisch, die Kaffeekanne direkt auf dem Tisch zur freien Bedienung zu platzieren – beispielsweise beim berühmten Kaffeeklatsch.

Zu Großmutters Zeiten kam bei solchen Anlässen die Porzellankanne, mit einem Tropfschutz versehen, auf ein Stövchen – so sollte der Kaffee schön heiß bleiben. Entweder zersprang irgendwann die Porzellankanne über der Flamme oder der Kaffee war mit der Zeit eingekocht und schmeckte nur noch bitter.

Auch die moderne Glaskanne, in welcher der Kaffee in der Maschine stundenlang vor sich hin köchelt, produziert geschmacklich kein besseres Ergebnis. Es gibt daneben aber auch noch zahlreiche Gelegenheiten, in denen der Gang zur Kaffeemaschine zwischendurch nicht möglich oder erwünscht ist, wie bei Besprechungen.

Dann ist es einfacher, den Kaffee in Thermoskannen auf den Tisch zu stellen. So kann es ohne Unterbrechung weiter gehen und jeder hat die Chance auf einen gut temperierten Kaffee. Zugegeben, wenn ich ganz erhlich bin, versuche ich mir gerade vorzustellen, wie die versammelte Chefetage eines börsenkottierten Unternehmens den Kaffee aus Thermoskannen einschenkt. Nehmen Sie dieses Argument also mit der nötigen Skepsis zur Kenntnis.

 

Es geht auch anders

Schön, wenn man die Wahl hat! Wenn also die Lieblingssorte nur als bereits gemahlener Kaffee erhältlich ist oder keine ganzen Bohnen vorrätig sind, muss niemand auf den begehrten Kaffeegenuss verzichten. Viele der Kaffeemaschinen mit Mahlwerk bieten weiterhin die Funktion an, auch gemahlenen Filterkaffee zu verwenden. Und wenn die Thermoskanne dann schließlich eine weitere Tasse heißen Kaffee auf Vorrat bereithält, ist alles perfekt!

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Wichtig: Reinigungstabletten für Kaffeevollautomaten

Kurz zur Auffrischung: Was ist ein Kaffeevollautomat?

Ansicht verschiedener Reinigungstabletten für KaffeevollautomatenBis vor wenigen Jahren waren auf dem Markt in aller Regel Filterkaffeemaschinen oder vereinzelt auch Espressokocher erhältlich. Heute stehen ganze Regalreihen unterschiedlicher Kaffeebereiter zur Verfügung. Von der Pad- oder Kapselmaschine bis hin zu Kaffeemaschinen mit Mahlwerk.

Kaffeevollautomaten? Dann gibt es wohl auch Kaffeehalbautomaten? Stimmt!

Ursprünglich haben sich beide Geräte aus den Espressomaschinen entwickelt. Bei diesen wurde das Kaffeemehl hinzugegeben und das heiße Wasser unter Druck hindurchgepresst. Hierdurch entstand die kleine Tasse mit dem starken schwarzen Kaffee.

Guter Espresso weist durch den Druck eine Schaumkrone, die sogenannte Crema, auf. Da auch Kaffeehalb- und Kaffeevollautomaten bei der Zubereitung heißesWasser mit Druck durch das Kaffeemehl pressen, entsteht die Crema typischerweise auch bei diesen Kaffees.

Der Kaffeehalbautomat ist dabei gleichsam der größere Bruder des Espressoautomaten. Es variiert dabei lediglich die Tassengröße und die Kaffee- beziehungsweise Wassermenge bei der Zubereitung.

Der Kaffeevollautomat hingegen mahlt den Kaffee vor dem Brühvorgang frisch auf. Weiterhin verfügen Kaffeevollautomaten meist noch über Zusatzfunktionen, wie die Zubereitung von Kaffeespezialitäten mit aufgeschäumter Milch.

Je nach Ausstattung des Gerätes sind daher auch verschiedene Reinigungsvorgänge erforderlich.

Hierfür gibt es auch unterschiedliche Reinigungstabletten für Kaffeevollautomaten.

Welche Reinigungsvorgänge stehen an?

In Kaffeevollautomaten kommen Wasser und Kaffee zum Einsatz, in manchen Fällen auch Milch und Zucker. Alle Lebensmittel verursachen unterschiedliche Rückstände in der Maschine, die mit regelmäßigen Reinigungsvorgängen entfernt werden müssen.

Manche Kaffeevollautomaten verfügen auch über Servicefunktionen, welche an die jeweiligen Reinigungsarbeiten erinnern.

Reinigungstabletten für Kaffeevollautomaten erleichtern dabei die Arbeit und bieten mit speziellen Wirkstoffen auch Pflege für die Maschinen.

 

Wasser

Wasser weist unterschiedliche Härtegrade auf. Stark kalkhaltiges Wasser sorgt für Ablagerungen an den Heizmodulen, der Brüheinheit und in den Wasserleitungen des Gerätes. Aus diesem Grunde muss der Kaffeevollautomat in bestimmten Abständen entkalkt werden.

Empfehlungen hierzu werden je nach Wasserhärtegrad von dem Gerätehersteller ausgesprochen.

Ein alternatives und kostengünstiges Mittel zur Entkalkung ist beispielsweise Zitronensäure. Diese ist in jedem Drogeriemarkt erhältlich. Von den Herstellern wird dies wegen der Aggressivität der unverdünnten Säure in aller Regel nicht empfohlen.

Spezielle Reinigungstabletten für Kaffeevollautomaten gibt es auf dem Markt nicht, sondern ausschließlich flüssige Reinigungsprodukte, die auch pflegende Wirkstoffe beinhalten.

 

Kaffee

Nicht jede Kaffeebohnensorte ist für die Verwendung in Kaffeevollautomaten geeignet. Es gibt stärker ölhaltige Kaffeebohnen oder Röstungen, denen Zucker beigefügt wurde.

Beide Varianten können sowohl im Mahlwerk als auch in der Brühgruppe beziehungsweise in der Zuleitung zur Kaffeeausgabe Rückstände hinterlassen oder diese sogar nachhaltig beschädigen.

Doch auch für Kaffeevollautomaten empfohlene Kaffeesorten enthalten Kaffeefett, welches in regelmäßigen Reinigungsgängen entfernt werden muss.

Die Reinigung ist weiterhin erforderlich, um sowohl geschmackliche Beeinträchtigungen zu vermeiden, wie auch aus Gründen der Hygiene (Vermeidung von Schimmelbildung).

Hierzu sind spezielle Reinigungstabletten für Kaffeevollautomaten erhältlich, deren Inhaltsstoffe unterschiedliche Zusammensetzungen aufweisen – darunter Phosphate, Karbonate und Natriumverbindungen und Bleichmittel.

Milch
Kaffeevollautomaten mit Aufschäumfunktion für Milch haben zwei verschiedene Varianten:

  • Zum einen den sogenannten Pannarello, mit welchem durch heißen Wasserdampf die Milch aufgeschäumt wird. Nach Gebrauch wird die Düse mit heißem Wasserdampf gereinigt.
  • Die andere Alternative ist der Cappuccinatore, der schon geräteseitig vorhanden ist oder als Aufsatz aufgesteckt wird. Bei diesem wird die Milch durch einen Schlauch in die Dampfdüse eingesogen und dort mit Druck in die Tasse oder das Glas gepresst.

Sowohl in dem Schlauchsystem als auch im Cappucinatore bilden sich somit Rückstände aus dem Milchfett, die entfernt werden müssen. Für den täglichen Gebrauch wird meist nur die Spülung des Cappucinatore mit Wasser empfohlen.

In bestimmten Intervallen empfehlen die Hersteller jedoch Reinigungen mit Spezialtabletten, um Rückstände und Keime zu entfernen. Diese gibt es sowohl als Reinigungstabletten für Kaffeevollautomaten oder in flüssiger Form.

 

Hinweis
Spezielle Reinigungstabletten für Kaffeevollautomaten, die auf die gerätespezifischen Materialien abgestimmt sind, werden von den jeweiligen Herstellern empfohlen.

 

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Was ist Wasserhärte und seine Bedeutung für den Kaffee

Was ist WasserhärteKaffee-Genuss und Wasserqualität stehen in einem engen Verhältnis zueinander. Schließlich gehen Wasser und Kaffeepulver im wahrsten Sinne des Wortes eine heiße Verbindung ein. Und seltsamerweise schmeckt der Kaffee im Bistro oder im Büro oft ganz anders als zu Hause. Doch woran liegt das? Verantwortlich für guten Geschmack, volles Aroma und eine himmlische Crema ist neben einer guten Kaffeesorte vor allem eine optimale, gleichbleibend gute Wasserqualität. Dabei spielt auch die Wasserhärte eine entscheidende Rolle. Qualität und Härte des Wassers werden durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst. Die geologische Lage, der Wasserversorger, die Wasseraufbereitung und das Leitungsnetz – all diese Faktoren tragen zur Qualität des Wassers bei. Welcher Zusammenhang insbesondere zwischen Wasserhärte und gutem Kafffee-Aroma besteht, wird nachstehend ausführlich erläutert.

Wasserhärte und Wasserqualität – das A und O für guten Kaffee

Der Gehalt von Kalzium- beziehungsweise Magnesium-Ionen im Wasser bestimmt die Gesamthärte des Wassers. Je härter das Wasser, desto höher ist ihre Zahl. Mittelhartes Wasser von acht Grad deutscher Härte ist für Heißgetränke (also für den klassischen Kaffee und alle anderen Kaffeespezialiäten sowie Tee) ein idealer Wert. Schmeckt der Kaffee eher bitter, ist weicheres Wasser dafür verantwortlich. Bei der Verwendung von hartem Wasser oder Wasser mit hohem Chlorgehalt kann der Kaffee sein typisches Aroma, seinen Charakter nicht entfalten. Der Kaffee schmeckt flach. Um die Wasserqualität zu verbessern, sollte vor der Zubereitung des Kaffees ein Wasserfilter verwendet werden. Eine Tasse Kaffee oder Tee besteht bis zu 96 Prozent aus Wasser. Es ist also wesentlicher Bestandteil des Kaffees und somit hauptverantwortlich für guten oder weniger guten Geschmack. Insbesondere die Deutschen legen Wert auf guten Geschmack, ein volles Aroma und eine verführerische Crema. Hierzulande werden im Jahresdurchschnitt pro Kopf bis zu 150 Liter Kaffee getrunken. Und der sollte doch schmecken, oder? Selbstverständlich spielt bei einem guten Kaffee nicht nur das Wasser, sondern auch die Kaffeesorte, der Röstgrad sowie die Zubereitungsart (Vollautomat, Espressomaschine, Filterkaffee) eine wichtige Rolle. Doch wie entsteht Wasserhärte überhaupt? Regenwasser sammelt sich im Boden als Grundwasser. Welche Stoffe dort zu finden sind, hängt von der Bodenbeschaffenheit der Region ab und davon, welche Stoffe in welchem Umfang aus dem Boden herausgelöst werden und ins Wasser gelangen. Je höher die Aufnahme von Kalzium und Magnesium, desto härter ist das Wasser.

Was ist Wasserhärte und wie wird sie ermittelt

Die Bestimmung von Kalzium und Magnesium, den sogenannten Härtebildnern, und die Bestimmung der Karbonathärte gehören zu den am häufigsten durchgeführten Qualitätstätsbestimmungen des Wassers. Unter „Wasserhärte“ ist die Menge an Ionen im Wasser gelöster Mineralen, insbesondere lebenswichtiger Magnesium- und Kalziumionen, zu verstehen. Die Gesamthärte (= Wasserhärte), wird in “Härtebereichen“, in Härtegraden (deutsche Härte = °dH) oder international in „Millimol“ (mmol/l) angegeben. Karbonathärte und Nichtkarbonathärte bestimmen die Gesamthärte des Wassers. Die Karbonathärte wird ebenfalls in °dH gemessen und beinhaltet alle im Wasser befindlichen Kalzium- und Magnesium-Ionen, die durch die Kohlensäure gebunden werden. Karbonathärte ist also das Salz der im Wasser gelösten Kohlensäure (Karbonat CO3– oder Hydrogenkarbonat HCO3-). In Verbindung mit Hydrogentkarbonat kann sich aus Kalzium oder Magnesium schwerlösliches Kalzium- oder Magnesiumkarbonat bilden. Ist das Wasser sehr hart, lagert es sich als Kalk auf Wasserhähnen oder Küchengeschirr ab. Ob sich tatsächlich Kalk bildet, ist vom temperaturabhängigen, komplizierten Gleichgewicht von Kalk, Kohlsäure und Kohlenstoffdioxid abhängig. Vor allem beim Wasserkochen können Kalkablagerungen entstehen. Mit steigender Karbonathärte steigt im Übrigen auch der pH-Wert.

Niedrige Karbonathärte = pH-Wert < 7 (= saures Wasser) Hohe Karbonathärte = pH-Wert > 7 (= alkalisches Wasser) Je weicher das Wasser, desto weniger Kalkablagerungen sind auf Haushaltsgeräten zu finden. Der Verbrauch von Spülmittel und Waschpulver reduziert sich. In Regionen mit Schiefer, Basalt, Gneis und Granit ist hauptsächlich weiches Wasser zu finden. Hartes Wasser verursacht zwar die Verkalkung von Geräten und erhöht Spül- und Waschmittelverbrauch. Kalkablagerungen haben aber auch etwas Gutes, denn sie schützen das Metall der Wasserleitungen vor Korrosion. Hartes Wasser gibt es bevorzugt in Regionen mit Kalk- und Sandsteinboden. Nichtkarbonathärte (auch als „permanente“ oder bleibende Wasserhärte bezeichnet) ist der Anteil der Gesamtwasserhärte, der nicht durch Kochen des Wassers entfernt werden kann, also im Wasser enthalten bleibt. Es handelt sich dabei um Verbindungen von Kalzium- und Magnesiumsalzen mit Schwefelsäure oder Salpeter. Die Trinkwasserverordnung, in der etwa 30 Richt- und Grenzwerte festgelegt wurden, schreibt einen pH-Wert zwischen 6,5 und 9,5 vor. Idealerweise liegt der pH-Wert des Trinkwassers bei etwa 7, also dem sogenannten Neutralpunkt der Messskala, die von 0 bis 14 reicht. Geringe Abweichungen sind gesundheitlich unbedenklich. Der ideale pH-Wert für Kaffee liegt zwischen 7,0 und 7,2. In Deutschland und Österreich wird die Wasserhärte in „Grad deutscher Härte“, also in °dH gemessen. Zum 5. Mai 2007 trat für Deutschland die Anpassung der Härtebereiche an europäische Standards in Kraft. Außerdem wurde die Angabe Millimol Gesamthärte je Liter durch „Millimol Calciumcarbonat je Liter“ ersetzt. Es gibt kaum Unterschiede zur alten Version. Seit dem gibt es nur noch drei statt vier Härtebereiche: weich, mittel und hart:

  • Weich:                 < 8,4 °dH
  • mittel:                 8,4 – 14 °dH
  • hart:                     > 14 °dH

Für den Menschen ist die Aufnahme von Magnesium und Kalzium über das Leitungswasser durchaus förderlich. Allerdings können diese Verbindungen Installationen und Geräte beeinträchtigen und sogar zerstören. Wer es genau wissen möchte, kann die Wasserhärte über das lokale Wasserversorgungsunternehmen in Erfahrung bringen oder eine Wasseranalyse vornehmen lassen. Die Wasserhärte kann aber nicht nur regional oder innerhalb einer Region, sondern auch beim Wasserversorger unterschiedlich sein, falls dieser sein Wasser von verschiedenen Wasserquellen bezieht. Deshalb können regionale oder globale Wasserhärtekarten oder entsprechende Tabellen problematisch sein. In der Schweiz gibt es sechs Härtegradbereiche, die in französischen Härtegraden (°fH) angegeben werden.

  • Sehr weich:        0 7 °fH
  • weich:                 7 bis 15 °fH
  • mittelhart:          15 bis 25 °fH
  • ziemlich hart:     25 – 30 °fH
  • hart:                     30 – 38 °fH
  • sehr hart:            > 38 °fH

Kalkhaltiges Wasser beeinträchtigt den Geschmack des Kaffees

Guter Kaffee setzt voraus, dass das Trinkwasser bestimmte Anforderungen erfüllen muss, damit er ein angenehmes Aroma entfalten kann. Trinkwasser muss in erster Linie frisch, reich an Mineralien und sauerstoffhaltig sein. Der Härtegrad darf nicht zu hoch sein. Vor allem Kalk verhindert die Entfaltung feiner Fruchtsäuren im Tee und Kaffee. Das deutsche Trinkwasser (Leitungswasser), erfüllt die vielen Anforderungen für höchsten Kaffeegenuss allemal. Durch den Einsatz von Tischfiltern wird Kalk im Wasser reduziert, das Wasser weicher und der Geschmack spürbar verbessert. In Ausnahmefällen kann auch Mineralwasser für die Kaffeezubereitung die bessere Wahl sein.

Entstehung und Reduktion von Kalk im Trinkwasser

Beim Erhitzen von Wasser wird aus dem darin enthaltenen Kalzium Kalziumcarbonat gebildet. Das Phänomen der Kalkbildung und –ablagerung lässt sich insbesondere bei Bügeleisen und Wasserkochern beobachten. Kalk im Kaffeewasser beeinträchtigt den Geschmack. Daher sollte die Karbonathärte des Wassers einen möglichst geringen Wert haben. Der Geschmack von Kaffee, Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato wird zusätzliche Filtration verbessert. Gefiltertes Wasser verringert jedoch nicht nur den Karbonat-, sondern auch den Blei-, Kupfer- und Chlorgehalt. Chlor wird dem Wasser in zahlreichen Regionen zur Desinfektion beigemischt – hat aber im Kaffee eigentlich nichts zu suchen. Zudem wird neben dem verbesserten Geschmack von Kaffee und Tee auch ein besseres Ergebnis beim Kochen erzielt.

Filter und andere Tricks zu Verbesserung der Wasserqualität

In der Regel wird zu Hause am häufigsten Kaffee getrunken. Eine kleine Investition für die Optimierung der Wasserqualität lohnt sich also. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • fest installierte Wasserfilter oder Weichwasseranlagen in der Zuleitung,
  • Filterkartuschen (im Wassertank der Kaffeemaschine eingesetzt),
  • Tischwasserfilter

Mit einfachen Tricks ist es ebenfalls möglich, im Alltag für ein gutes Tässchen Kaffee einwandfreies Wasser zur Verfügung zu haben:

  • Wasser nicht im Wassertank stehen lassen, stets frisches Wasser verwenden,
  • Kaffeemaschine regelmäßig entkalken (Zeitpunkt ist abhängig von Maschine und Wasserhärte. Hinweise sind in der Regel der Geräteanleitung zu entnehmen.)

Die Ausführungen haben verdeutlicht, dass durchaus ein Zusammenhang zwischen Wasserhärte, Wasserqualität und Kaffeegeschmack besteht. Mit diesen Informationen sollte es möglich sein, insofern noch nicht geschehen, die Qualität des Kaffees (sei es aus Kapselmaschinen, Espressogeräten oder einer Kaffeemaschine mit Mahlwerk) und damit seinen Geschmack, sein Aroma und nicht zuletzt die Crema unter Verwendung von Wasser im Sinne von mehr Genuss entscheidend zu verbessern.

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Was ist eigentlich ein Mahlwerk?

Das Mahlwerk eines Kaffeevollautomaten ist Bestandteil der sogenannten Mahleinheit. Die Mahleinheit ihrerseits besteht aus Motor, Getriebe, Kupplung und eben dem Mahlwerk, das wiederum aus Mahlkegel und Mahlring besteht.

Welche Arten von Mahlwerke gibt es?

SchlagmahlwerkPropeller- oder Schlagmühle: Mahlt mittels einem sich schnell drehenden Schlag-Messer. Die Bohnen werden geschnitten. Aufgrund der ungleichmäßigen Zerkleinerung und groben Körnung, fließt das Wasser beim Brühvorgang zu schnell durch das Mahlgut (kurze Extraktionszeit). Dieses Mahlwerk ist deshalb ungeeignet für Espresso.

 

Ansicht eines ScheibenmahlwerksScheiben- oder Flachmühle: Bestehen aus zwei identischen Mahlscheiben und zerkleinern die Bohnen schonender und gleichmäßiger als Propeller- oder Schlagmühlen. Die Bohnen werden nicht geschnitten, sondern gebrochen. Nachteilig ist der verhältnismäßig eher große Verschleiß und die damit verbundene Unzuverlässigkeit. Drehzahl, je nach Modell, zwischen 700 bis 1400 Umdrehungen pro Minute.

 

Ansicht eines KegelmahlwerkesKegelmahlwerk: Baut auf der Mahlmethode der Scheibenmühle auf, die Bohnen werden ebenfalls gebrochen. Allerdings fallen die Bohnen aus einem Behälter in ein kegelstumpfförmiges Mahlwerk. Das gemahlene Kaffeepulver fällt wiederum in einen Auffangbehälter. Die dadurch wesentlich tiefere Drehzahl führt zu weniger Erhitzung. Dadurch arbeitet diese Mühlenart noch gleichmäßiger und zusätzlich aromaschonender und eignet sich für größere Mahlmengen. Die Drehzahl bewegt sich zwischen 60 (bei Handkurbeln) bis zu 400 (Elektro) Umdrehungen pro Minute. Die meisten gängigen Vollautomaten sind mit Edelstahl Kegelmahlwerken ausgestattet.

 

Ansicht einer WalzenmühleWalzenmühlen: Industrielle Verwendung. Der Kaffee in den typischen Vakuum-Briketts wurde mit Walzenmühlen gemahlen.

 

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Kaffee, aber bitte nicht zu heiss!

KaffeebohnenGeröstete Kaffeebohnen enthalten in den Zellen noch Gase, die für die Crema beim Espresso wichtig sind. Nach dem Rösten dringen die Gase langsam durch die Zellwände. Hohe Temperaturen beschleunigen diesen Verlust. Ursache dafür ist oftmals eine zu hohe Drehzahl, wodurch die Mahlscheiben zu heiss werden.

Die Hitzeempfindlichkeit des Kaffees ist mit Ursache, weshalb im Gastgewerbe gemahlener Kaffee keinesfalls schon vorgängig in den Siebträger gepresst und in die Gruppe eingehängt werden sollte. Bei der Lagerung sollte man zudem darauf achten, heisse Temperaturen zu vermeiden. Auch direkter Sonneneinstrahlung sollte man aus dem Weg gehen.

Zu grosse Hitze führt dazu, dass sich die Fette verändern. Sie verflüssigen sich, dringen durch die Zellwände, bilden eine glänzende Schicht auf den Bohnenoberflächen und lassen dadurch wertvolle Aromen frei. Kühlen die Bohnen wieder auf Zimmertemperatur ab, wird die glänzende Schicht klebrig, was wiederum die gemahlenen Kaffeepartikel beeinflusst, im gepressten Kaffee die hydraulischen Widerstände verändert und zu ungleichmässiger Wasserverteilung und unregelmässigem Durchfluss bei der Extraktion führt.

Es ist deshalb unverzichtbar, sowohl bei der Aufbewahrung als auch beim Mahlen die Temperatur im Auge zu behalten.

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Was ist Crema und was muss ich wissen?

Als Crema wird der dunkle, goldbraune Schaum auf dem zubereiteten Espresso bezeichnet.

Schöne Espresso CremaDie Crema setzt sich aus Ölen, Zucker, Kohlenstoffdioxid und Proteinen zusammen. Das optisch edle Schäumchen dient nicht nur der Zierde, sondern legt sich wie ein bindender Deckmantel über das Aroma des frisch gebrühten Kaffees.

Es gibt verschiedene Faktoren, die für die Bildung einer schönen, dichten Crema verantwortlich sind.

1. Kaffeesorten

Allgemein hin gelten Robusta-Bohnen als besonders Crema produzierend, weshalb sie auch in vielen käuflich zu erwerbenden Espressomischungen mit einem Anteil bis zu 10 Prozent beigemischt werden.

2. Mahlgrad

Ein wichtiger Faktor für einen guten Espresso und damit eine schöne Crema ist der Mahlgrad des Kaffeepulvers. Bohnen für Espresso müssen sehr fein, im Idealfall mit einem Kegelmahlwerk gemahlen werden.

3. Frische der Röstung

Grundsätzlich gilt, dass älterer Kaffee schlechtere Crema produziert. Grund dafür ist der Verlust von CO2 während des Alterungsprozesses. Anhand der Menge, Dichte, Farbe sowie Dauer kann Rückschluss auf Frische der Röstung genommen werden.

4. Brühtemperatur

Zu heiß gebrühter Kaffee liefert allgemein kaum Crema. Man erkennt sie an der dunkelbraunen Farbe, außerdem ist sie meist nicht mehr schön deckend, sondern aufgerissen. Zu kalt oder zu schnell gebrühter Kaffee oder Kaffee, der mit zu wenig Mahlgut gebrüht wurde, erkennt man an einer eher sandfarbenen Crema.

Die unechte Crema

Sehr bläschenhaltige, durch Ventil erzeugte Crema.Viele billige Espressomaschinen, gewisse Kaffeevollautomaten und teilweise Maschinen mit vorkonfektionierten Portionen produzieren künstliche Crema. Diese wird über ein Ventil erzeugt, besteht somit aus mit Luft aufgeschäumtem Kaffee und hat nichts mehr mit der ursprünglichen Crema zu tun. Der normale, unkritische Kaffeetrinker wird diese unechte Crema kaum negativ werten. Optisch ist der Unterschied anhand der starken Bläschenbildung zu erkennen.

Echte Crema entsteht nicht beim Austreten, sondern steigt danach aus dem Espresso auf.

Tassen

Crema reagiert speziell gut auf gewisse Materialien. Ursprünglich in Porzellantassen konsumiert wird nun vermehrt zu Kristallglas gegriffen. Entstehung und Veränderung wird mit diesen besonders gut ersichtlich.

 

Meine Crema ist nicht gut, was mache ich falsch?

Mögliche Ursachen und Fehlerquellen gibt es einige.

Crema bleibt kaum liegen (hat keinen Stand)

Tassentemperatur zu warm oder zu kalt. Möglicherweise ist auch der Wasserdruck zu gering.

Wenig Crema

Falsche Pulvermengendosierung, zu feiner Mahlgrad, alter Kaffee, Tasse oder Maschine nicht sauber.

Zu helle Crema

Alte Bohnen, grober Mahlgrad oder zu geringe Brühtemperatur.

Zu dunkle Crema

Zu feiner Mahlgrad oder zu starke Röstung, falsche Pulvermengendosierung, zu hohe Brühtemperatur, zu hoher Anpressdruck im Siebträger.

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Entkalken – der Kampf gegen den weissen Feind

Wer kennt sie nicht, die weissen Ablagerungen, die zum zum Feind unserer Haushaltsgeräte mutiert sind? Kalk, dessen bevorzugtes Beuteschema Chromstahl und dergleichen zu sein scheint. Hierbei handelt es sich allerdings um einen Trugschluss. Kalk lagert sich nämlich, je nach Härtegrad des Wassers, an allen Teilen, die damit in Berührung kommen, ab.

Vernachlässigt man diesen Aspekt und verzichtet auf eine regelmäßige Entkalkung, hat das unweigerlich Einfluss auf die Lebensdauer der Kaffeemaschine. Es gibt heutzutage Filtersysteme, die genau diese Ablagerungen verhindern sollen. Langfristig gesehen werden aber auch diese den Kampf gegen den Kalk verlieren. Zudem sollte der Kalk nicht vollständig herausgefiltert werden, da Mineralien für die Gestaltung des Aromas mitverantwortlich sind.

Es empfiehlt sich, je nach Härtegrad des Wassers, die Kaffeemaschine einmal pro Monat zu entkalken. Jeder Hersteller empfiehlt hierzu im Normalfall einen speziellen Entkalker. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass es Produkte gibt, die mit jeder Maschine kompatibel sind.

Wichtig: Nach dem Einsatz von Entkalker die Maschine unbedingt gründlich durchspülen.

Organische Entkalker

  • Essigsäure (Vorsicht, schadet nicht nur dem Kalk, sondern auch den Maschinenteilen)
  • Milchsäure
  • Zitronensäure
  • Weinsäure
  • Apfelsäure

Grundsätzlich ist der Einsatz dieser natürlichen Entkalker denkbar. Allerdings sind sie zum Teil ziemlich aggressiv und schaden, gerade bei Vollautomaten, den Dichtungen.

Für alle, die es trotzdem wagen wollen, hier eine Anleitung:

Anorganische Entkalker

  • Amidosulfonsäure

Sowohl organische als auch anorganische Entkalker werden meist in Flüssigform angeboten. Oftmals gibt es alternativ auch Pulver oder Tabs – wie man es beispielsweise vom Geschirrspüler kennt.

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